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Unser Büro-Server

Unser Server läuft schon seit einer ganzen Weile unter Linux. Linux ist ein freies Betriebssystem, das von unterschiedlichen Gruppen in unterschiedlicher Weise aufbereitet, mit Software gebündelt und vertrieben wird. Diese Linux-Software-Bündel nennt man „Distribution“.

Am Anfang war das bei uns noch  SuSE, aber nach einer Weile haben wir auf das kostenlose  Debian umgestellt. Linux hat im Vergleich zu kommerziellen Betriebssystemen wie Microsoft's Windows oder IBM's OS/2 den Vorteil, in der Anschaffung sehr kostengünstig zu sein (je nach Distribution zwischen 0,- und 30,- €). Dazu gibt es die meisten Programme, die man benötigt, ebenfalls kostenlos. Außerdem beschäftigen sich weltweit ständig Heerscharen von Entwicklern damit, Fehler im Betriebssystem und den Programmen zu suchen, die oft innerhalb weniger Stunden repariert sind. Daher zählt Linux zusammen mit OpenBSD zu den sehr sicheren Betriebssystemen.

Linux konnte schon Internet, als sich die Windows-Welt noch mit Trumpet Winsock herumschlagen mußte. Es kennt zahlreiche Netzwerkkarten und andere wichtige Hardware. Mit geeigneten Programmen kann Linux vollkommen transparent [1] in ein (Windows-)Netzwerk integriert werden. BenutzerInnen können so auf freigegebene Bereiche der Server-Festplatten zugreifen, als ob sie auf lokale Laufwerke ihrer Arbeitsplatz-Rechner zugreifen. Für Linux gibt es selbstverständlich auch eine ganze Reihe von Software, die die Sicherheit des Servers erhöht, wie z.B. Paketfilter, ID-Systeme, etc.

Ungefähr so ist unser Büro-Server konfiguriert:

  • Pentium 133 MHz, 64 MB RAM, 4,5 GB HD
  • 10base-2 Netzwerkkarte
  • Gravis Ultrasound für
  • Elsa Microlink 56k Modem
  • Debian GNU/Linux Woody (3.0)
  • eMail-Server:  Qmail
  • Webserver:  Apache
  • Internetzugang: diald
  • Zentrale Dateiablage:  Samba
  • Fax-Server: mgetty+sendfax plus Windows-Client
  • Telefon-Wartemusikeinspielung:  Ogg-Vorbis
  • PDF-Erzeugung über Ghostscript

Mit anderen Worten: das meiste sind Teile vom Schrott und kostenlose Software – 100% legal und lizenzgebührenfrei. Selbst die bei Benutzung von MPEG 1 Layer 3 („MP3“) fälligen Gebühren fallen nicht an, weil wir das freie und bessere Verfahren Ogg Vorbis benutzen. Und trotzdem liegt der Uptime-Rekord unseres Server bei 236 Tagen? Ja. Eben. D'rum.

Nachteile:

  • Linux ist nicht Windows. Es reicht also zum Warten des Systems nicht aus, auf irgendwelche bunten Icons zu klicken, sondern man muss schon Überblick über das System haben und wissen, wo was ist. Befehle sind im Allgemeinen als Tastaturbefehle in die Kommandozeile einzugeben. Das hat aber auch einen Vorteil (siehe unten).
  • Die Einarbeitungsphase kann recht lang sein, wenn man keine vernünftige Literatur hat. Mittlerweile ist der Markt an Einführungsliteratur zu Linux – und zu der von uns benutzten Debian-Distribution – aber recht groß und es sollte für einen Computer-Interessierten innerhalb weniger Wochen machbar sein, ein Linux-System selbst zu installieren und zu warten.
  • Die meisten Programme sind in englischer Sprache dokumentiert.

Vorteile:

  • Die Software ist günstig bis kostenlos. Das gilt auch für Updates. Es gibt keine Lizenzen, die die Benutzung auf eine bestimmte Anzahl von Arbeitsplätzen einschränken.
  • Linux lässt sich vollständig transparent in ein Windows-Netzwerk integrieren. Mitarbeiter müssen nicht umgeschult werden.
  • Linux-Rechner sind fernwartbar per Modem, ISDN (über Direkt-Einwahl), aber auch per DSL direkt über das Internet – bei Benutzung des kostenlosen SSH-Servers sogar unabhörbar. Und das sogar bei minimalen technischen Vorraussetzungen – z.B. von einem PDA aus über Handy, wenn man gerade in der Gruga ist.
  • Es werden nur relativ geringe Hardware-Anforderungen gestellt: Linux läuft bereits auf Intel 386ern. Nicht schön, aber geht. Empfehlenswert sind aber Rechner ab 75 MHz Pentium. Faustregel: je kleiner der Prozessor, desto mehr macht sich eine RAM-Aufrüstung bemerkbar.
  • Linux läuft sehr stabil. Keine Bluescreens, keine Reboots, keine „Allgemeinen Schutzverletzungen“.
  • Linux bietet mittlerweile zwei Journaling Filesystems, die Datenverlust bei Stromausfall auf ein absolutes Minimum reduzieren (ext3 und ReiserFS).
  • Durch eine große Gemeinde an Entwicklern werden sicherheitsrelevante Fehler in Programmen und im Betriebssystem-Kern meist ziemlich schnell beseitigt. Ein Fehler in einigen Pentium-Prozessoren, der bei Ausführung eines bestimmten Kommandos den kompletten Rechnern anhalten konnte, wurde z.B. innerhalb von 2 Stunden nach Bekanntwerden unschädlich gemacht.
  • Mit ein wenig Geschick in Programmierung kann man Linux-Rechner unglaublich flexibel an die eigenen Bedürfnisse bzw. die seiner Organisation anpassen.

Die Vorteile von Linux als Server-Platform bestätigt auch der Ältestenrat des Deutschen Bundestages und entschied (lustigerweise am 14.3.2002, Geburtstag von Albert Einstein), die Server des Bundestages auf Linux umzustellen. (Siehe  Bundestux)

Auch der Münchner Stadtrat beschlos im Mai 2003, seine 14000 Rechner von Windows auf Linux umzustellen.

Übrigens: für Linux gibt es auch komfortable graphische Benutzeroberflächen, die dem Komfort von Microsoft Windows in nichts nachstehen (z.B.  Gnome und  KDE) und professionelle Office-Pakete (z.B.  StarOffice und  OpenOffice).

Weitere Informationen:  Tux-beats-Bill


1: Im amerikanischen Sinne bedeutet „transparent“, dass man nicht bemerkt, dass etwas vorhanden ist, man also vollständig hindurchgucken kann.




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