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Vor der Wahl der Vorstandsmitglieder wurde die Anzahl der Beisitzer auf
4 festgelegt. Dabei sollten die Beisitzer aus je einem Stadtbezirk kommen,
damit künftig die Aktivitäten der Stadtbezirke und des
Vorstandes besser koordiniert werden können. Da der Stadtbezirk Ost
noch keinen geeigneten Kandidaten gefunden hatte, wurde dieser Platz im
Vorstand frei gelassen. So wurden Mathias Lindemann (1. Vorsitzender),
Bastian Schlegel (F-Ringleiter) und Kamil Szklarski (SJ-Ringleiter)
für den geschäftsführenden Vorstand wieder
gewählt. Frederik Münch (West), Inga Hollosi (Süd) und
Sascha Loor (Nord) wurden als Beisitzer für die Stadtbezirke in den
Vorstand gewählt. Auch wurde eine neue Kontrollkommission (KK)
gewählt, dabei wurde Christian Lange und Carsten Klein als Mitglied
der KK wiedergewählt, neu hinzugewählt wurden Claude Tadros und
Lena Scholz. Mit den Wahlen wurde eine positive Tendenz in unserem Verband
bekräftigt, wieder stärker Verantwortung für den Verband zu
übernehmen.
Der politische Schwerpunkt der 47. KVK lag in der Auseinandersetzung
mit der Armutsentwicklung und ihren Folgen bei Kindern in der BRD. Hier
setzte die KVK fort, was der alte Vorstand bereits im Februar 2007 auf
seiner Klausursitzung begonnen hatte. Das Impulsreferat wurde von Norbert
Kozicki zum Thema "Armut und Bildungsbenachteiligung"
gehalten. Anschließend wurden in zwei Arbeitsgruppen
Initiativanträge entwickelt und beraten und im Plenum zu Abstimmung
gestellt. Im Folgenden ein kurzer Überblick der gefassten
Beschlüsse:
Unterstützung sozial benachteiligter Kinder bei
Freizeitmaßnahmen Alle Gremien des Verbandes setzen sich mit allen
ihren Möglichkeiten dafür ein, dass die Stadt Essen es Kindern
und Jugendlichen aus sozial schwachen Familien auch weiterhin
ermöglicht, durch Zuschüsse an Ferienmaßnahmen teilnehmen
zu können.
Wir fordern die Stadt Essen auf sich dafür
einzusetzen,dassein einmaliger Zuschuss für Freizeitmaterialien
(Schlafsack, Gummistiefel, etc.) wieder eingesetzt wird.
Darüber
hinaus sollen sich alle Delegierten dafür einsetzen, dass eine
Leihbörse für Zeltlagermaterialien (Schlafsäcke, Besteck,
Geschirr, usw.) im Verband eingerichtet wird und der Vorstand nach
Möglichkeiten sucht, wie und wo diese angesiedelt und gewartet werden
kann.
Einmalzahlung zur Einschulung an Hartz IV Kinder
Die Kreisverbandskonferenz fordert die ARGE auf, bestehende
Ermessensspielräume auszuschöpfen und vor Beginn des Schuljahres
pro Schulkind ein Darlehen von ca. 200,- € zu gewähren, um den
Kindern notwendige Anschaffungen im Zusammenhang mit der Einschulung zu
ermöglichen und verzichtet auf die Rückzahlung.
Einrichtung eines Fonds für Schulmaterialien
Die Falken fordern die Stadt Essen auf, in Anlehnung an das
"Oldenburger Modell" einen Fond für Schulmaterialien einzurichten,
aus dem die Kosten für Arbeitshefte, Zirkel, Taschenrechner und
für ein kostenloses Mittagessen aller Übermittagsangebote
öffentlich anerkannter Träger/Einrichtungen finanziert werden.
Hintergrundinformationen:
Oldenburg: Betroffene beteiligen, Verknüpfung mit Beratung /
Begleitung Wie bereits berichtet, konnte die Arbeitslosenselbsthilfe
Oldenburg (ALSO) einen Riesenerfolg erzielen: Die ALSO hat es geschafft,
dass in Oldenburg ein kommunaler Fonds (400.000 € aufs Jahr
gerechnet) eingerichtet wird, aus dem Schulmaterialien finanziert
werden. Charakteristisch für die Arbeit der ALSO war u.a., dass
betroffene Eltern einbezogen und beteiligt wurden sowie die Kombination
aus politischer Arbeit (Forderung nach dem kommunalen Fonds) mit Beratung
und Unterstützung von ALG-II-Berechtigten. Die Erfahrungen aus den
Aktivitäten der rechtlichen Gegenwehr wurden wiederum für die
Öffentlichkeitsarbeit genutzt. Hier die wesentlichen Aktivitäten
zum Vorgehen der ALSO in Stichworten:
- Beratung: Thema "ALG II und Schulbedarf" - mit der Empfehlung Anträge auf zusätzliche, nicht
rückzahlbare Beihilfen bei der ARGE zu stellen -, ist seit 2005 Teil der Beratungspraxis der ALSO
(Info-Flugblatt, Musteranträge)
- Plakatierungsaktion im Sommer 2006 (100 DIN A 1 Plakate im Stadtgebiet): Auforderung Anträge zu stellen,
politische Forderung nach kommunalem Fonds verbunden mit Einladung zur Infoveranstaltung
- Infoveranstaltung (13.7.2006) für betroffene Eltern: Rechtliche Information; "Werbung" für
Anträge auf zusätzliche Beihilfen; , Vereinzelung überwinden: Schwäche der Einzelnen in
kollektive Stärke wandeln.
- Unterstütung und Hilfen für AntragstellerInnen (es werden rund 300 Anträge auf Beihilfen
für Schulsachen bei der ARGE gestellt)
- Podiumsdiskussion (18.7.2006) mit KommunalpolitikerInnen (Einfordern von Stellungnahmen zu kommunalen
Handlungsmöglichkeiten)
- Pressegespräche (21.8., 1.9. 2006)
- Gespräch mit ARGE-Leitung
- Broschüre "Hartz IV und die Schulkosten"
(Weitere Infos unter www.erwerbslos.de)
Lernmittelfreiheit
Die KVK fordert, dass sich die Falken auf Landesebene dafür
einsetzen, dass die Lernmittelfreiheit an den Schulen in NRW wieder
eingeführt wird.
Studiengebührenfreiheit für das Erststudium
Die Essener Falken fordern, dass das Erststudium "Studiengebühren
frei" ist.
www.protest-gegen-studiengebuehren.de/index.php/Start
Falken machen Radau
Die vier Stadtbezirke der Essener Falken sind aufgefordert, Forderungen
aus den beschlossenen Initiativanträge an die jeweiligen BVs
(Bezirksvertretung) zu stellen. Am Tage der Behandlung der Anträge in
der BV sollen kleine öffentlichkeitswirksame Aktionen
z.B. Demonstrationen nach "amerikanischen Vorbild" durchgeführt
werden. Die Stadtteilpresse wird zu diesen Veranstaltungen eingeladen.
Spielplatzpatenschaft
Jeder Stadtbezirk soll in seiner unmittelbaren Nähe nach einem
Spielplatz suchen, für den er offiziell eine Patenschaft
übernimmt und dort nach Möglichkeit einmal im Jahr ein Fest
für Kinder durchführt.
Spielen verboten muss verboten werden
Alle Gremien des Kreisverbandes sollen sich dafür einsetzten, dass
öffentliche Plätze von Kindern als Spielraum genutzt werden
dürfen. Zusätzlich sollen Kinder aufgerufen werden
Missstände aufzuzeigen.
Freier Eintritt
Die Essener Falken setzen sich dafür ein, dass alle
städtischen Einrichtungen von Kindern bis 14 Jahre kostenlos zu
nutzen sind.
Hilfe für Hilfsorganisationen
Der Kreisverband setzt sich dafür ein, dass Hilfsorganisationen,
wie z.B. die Essener Tafel, erhalten und eventuell sogar erweitert werden.
Solilauf
Der Vorstand wird beauftragt jährlich einen Solilauf zugunsten
eines noch zu bestimmenden lokalen sozialen Zwecks zu veranstalten.
Kostenloser Internetzugang
Der Kreisverband fordert Schulen auf,PC-Räume mit einem freien und
kostenlosen Internetzugang für alle SchülerInnen
bereitzustellen.
Erstmalig gab es im Vorfeld der KVK eine Kinderkonferenz auf der Kinder
sich über Anträge für die KVK und Delegierte aus ihrem
Kreis verständigten. Die Kinder wurden dann über die
Mitgliederversammlung bestätigt bzw. wurden Plätze bei den
Mitgliederversammlungen für sie freigehalten. Die Anträge 07 -
10 wurden auf der Kinderkonferenz entwickelt und als Initiativanträge
eingebracht.
Ich hoffe ihr konntet einen Eindruck von der Kreisverbandskonferenz bekommen und könnt uns vielleicht bei der Umsetzung der Beschlüsse zur Hand gehen und uns helfen diese in die Öffentlichkeit zu tragen.
Ihr könnt die Beschlüsse der
47. KVK auch als pdf herunter laden.
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